Kategorie:Jugendliche
24 März, 2022

Internationales Jobshadowing

24 März, 2022

Sechs Sozialarbeiter*innen aus Wien, Helsinki und Mailand haben beim sogenannten „Jobshadowing“ vom 13. bis zum 18. März ihren professionellen Blick auf die pädagogische Arbeit der stjg gerichtet und den öffentlichen Raum von Stuttgart unter die Lupe genommen. Als deutschlandweit einer der größten freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist die stjg über die Landesgrenzen hinaus bestens vernetzt. So ist sie Partner des Erasmus+ geförderten, internationalen Forschungsprojektes „Youth in Urban Spaces“ (YUS), ein Vorhaben das durch den Verein Wiener Jugendzentren initiiert wurde. In diesem Rahmen besuchte die internationale Delegation verschiedene Kinder- und Jugendhäuser, und öffentliche Räume wie den Marienplatz. Das Ziel: Ideen für die künftige Jugendarbeit zu gewinnen. Bevor diese jedoch formuliert werden können, sollen die internationalen Jobshadowings in den Städten der beteiligten Partner fortgeführt werden. Die stjg wird dafür sechs Sozialarbeiter*innen nach Helsinki, Mailand und Wien senden.

Reaktionen der Jugendarbeit im internationalen Vergleich

Gerlinde Steiner, Sozialarbeiterin aus Wien, ist überzeugter Fan des Jobshadowings. „Es ist interessant, Einblicke in anderer Partnerorganisationen zu erhalten, durch die gemeinsame Reflexion können Ideen für eine zukünftige Jugendarbeit entwickelt werden.“  Dario Ananzi aus Mailand fügt hinzu: „Die Idee war in erster Linie einfach mal in einem ausländischen Kinder- und Jugendhaus zu arbeiten. Beeindruckend finde ich, dass es in den Großstädten ähnliche Herausforderungen gibt. Es zeigen sich dabei unterschiedliche Reaktionen der Jugendarbeit, um mit diesen gesellschaftlichen Aufgaben umzugehen. Durch einen Austausch auf internationaler Ebene können wir die Lösungsansätze und deren Wirkungen vergleichen.“

Der öffentliche Raum als fester Bestandteil des Programms

„Interessant bei diesem Jobshadowing ist“, so stjg-Bereichsleiter Clemens Kullmann, „dass die Jobshadower auch die Aufgabe hatten den öffentlichen Raum aus ihren internationalen Blickwinkeln zu beobachten. Das eröffnet neue Perspektiven und schafft interessante Vergleiche“.

Yonas Marni aus Mailand beschreibt das Gesamtbild der Stuttgarter Innenstadt eher „trist und grau“ und vor allem „funktional“. Dagegen haben ihn Außenbezirke wie Stuttgart-Wangen und Stuttgart-Stammheim mit dörflichen Strukturen und einigen Spielflächen begeistert. Für Emelie Bollström aus Helsinki, waren „die Vielfalt der Freizeitaktivitäten, die die jungen Menschen in den Sozialräumen vorfinden und die jeweilige Ausstattung der Jugendeinrichtungen faszinierend.“ Clemens Rossbach aus Wien beklagte vor allem das Fehlen von jungen Menschen auf Plätzen in der Innenstadt an Nachmittagen unter der Woche. Möglichen Ursachen will die Gruppe in einem weiteren Treffen in Helsinki gemeinsam diskutieren.

 

 

 

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