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P R E S S E I N F O R M A T I O N 08.11.2019

Klimaschutz bewegt Stuttgarts Schüler*innen unterschiedlich stark
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Bereits zum siebten Mal hat die Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft (stjg) im Rahmen ihrer Besuchererhebung Jugendliche befragt - darunter erstmalig zum Thema Klimaschutz und den Fridays for Future Demonstrationen. Während das Thema vor allem den Gymnasiast*innen am Herzen liegt, finden die Befragten aller Schularten mehrheitlich, dass Jugendhäuser wichtig für sie sind: als Rückzugsort ebenso wie als Ort für völlig neue Erfahrungen.

Seit zwölf Jahren attestiert Explanandum, Gesellschaft für empirische Forschung, der stjg eine wachsende Anzahl von Besuchen/Kontakten. Auch in diesem Jahr verzeichnet die gemeinnützige Gesellschaft wieder Spitzenwerte: Mit rund 2,25 Millionen Besuchen/Kontakten steigert die stjg ihr Gesamtergebnis im Vergleich zu 2017 (2.011.370) erneut um zwölf Prozent.

Träger erreicht bestes Gesamtergebnis

Zum sehr guten Gesamtergebnis trägt dabei maßgeblich der schulische Geschäftsbereich "Bildung und Betreuung" mit einer Steigerung von 29 Prozent bei, während die beiden weiteren evaluierten Geschäftsbereiche nahezu gleich bleiben ("Projekte" vier Prozent), bzw. verlieren ("Einrichtungen" im Vergleich zu 2017 sechs Prozent). Dennoch bleibt das Gesamtergebnis für die stjg überaus zufriedenstellend. Ein genauer Blick auf das Geschäftsfeld "Einrichtungen" zeigt, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit für die Zielgruppe keineswegs an Bedeutung verloren hat.

Spitzenwerte für die Jugendhäuser

Schließlich werden die Einrichtungen als Rückzugsorte eindeutig wertgeschätzt. Zudem stehen die Kinder- und Jugendhäuser bei jungen Menschen als Orte zum Treffen, Austauschen und Ausprobieren hoch im Kurs: Die 746 dort befragten Jugendlichen vergaben dafür Bestnoten, ebenso für die pädagogischen Fachkräfte, die nicht nur als Ansprechpartner und Problemlöser angesehen werden. Ihre Fähigkeit, junge Menschen zum Mitmachen zu bewegen, wird ebenfalls von den Besucher*innen positiv wahrgenommen. Im Vergleich zu 2017 sind die Einrichtungen mit 39 Prozent für Mädchen wieder attraktiver geworden, sie erreichen damit nach 2015 (40 Prozent) den zweithöchsten Wert. Mädchen und Jungen halten sich weiterhin lange in den Einrichtungen auf. Mit 01:57 liegt die Verweildauer wieder bei knapp zwei Stunden (2017: 02:05). Dabei wird das Publikum in den Einrichtungen jünger - die Hauptzielgruppe, die 12 bis 16jährigen, sind mit knapp 70 Prozent die mit Abstand größte Gruppe unter den Besucher*innen, während die älteren Besucher im Vergleich zu den letzten Untersuchungen weniger geworden sind. Zudem sind Gymnasiasten (21 Prozent) und Realschüler*innen (36 Prozent) in den Einrichtungen mittlerweile so gut vertreten, dass alle Schularten mit der Offenen Arbeit erreicht werden.

Vertrauen in die Schulsozialarbeit wächst

Nachdem die Schulsozialarbeit an allen Schularten eingerichtet worden ist, befragte Explanandum über 1.100 Schüler zu deren Bekanntheit und Akzeptanz. Im Vergleich zu 2015 ist die Wahrnehmung der Schulsozialarbeit deutlich angewachsen, sie stieg von 42, 1 Prozent auf 65,6 Prozent an. 38,5 Prozent der Befragten fühlten sich von der Schulsozialarbeit sehr fair behandelt - damit rangiert sie nach Freunden, Eltern und Verwandten mittlerweile an 4. Stelle.

Ihre Chancen im Leben und den Blick auf ihre Zukunft bewerten die befragten Schüler*innen weiterhin positiv- im Vergleich zu 2015 jedoch mit leicht abnehmenden Werten. Zumindest bei den Gymnasiast*innen könnte hierbei das Thema "Klimaschutz"- ein neuer Schwerpunkt in der Befragung 2019 - eine Rolle spielen. Denn wenn man die Antworten betrachtet, wird deutlich, dass dieser Stuttgarts Schüler*innen unterschiedlich stark bewegt. Vor allem an den Gymnasien wird darüber lebhaft diskutiert. Die Gruppe der Gymnasiasten stimmte zudem mit deutlicher Mehrheit Aussagen zu, die Klimaschutz und der Fridays for Future-Bewegung eine hohe Bedeutung zuschrieben. Ebenso war bei ihnen die Bereitschaft, an Demonstrationen teilzunehmen sehr hoch.

Informationen zur Besuchererhebung:

Mit den Besuchererhebungen dokumentiert die stjg seit 2007 alle zwei Jahre ihre Besuche/Kontakte. Unabhängige Experten von Explanandum, Gesellschaft für empirische Sozialforschung mbH, erheben die Besuche/Kontakte in den 41 Kinder- und Jugendhäusern sowie in den Geschäftsbereichen "Bildung und Betreuung" (Schule) und "(Internationale) Veranstaltungen" (Projekte) der stjg. Darüber hinaus befragen sie im Auftrag der stjg regelmäßig die jugendlichen Nutzer - direkt in den Einrichtungen und online. 2019 haben sich daran insgesamt 746 jugendliche Besucher*innen in den Einrichtungen beteiligt. Neben dem Nutzerverhalten in den Einrichtungen wurden dabei inhaltliche Aussagen zu jeweiligen Schwerpunkten gesetzt. Sie lagen 2019 auf den Themen "Mehrwert der Einrichtungen für die Besucher", "Partizipation" und auf dem Themenbereich "Freunde/Respekt/Chancen" sowie dem hochaktuellen Klimaschutz.

Alle Ergebnisse der Studie gibt es als Downlaod

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Rückfragen: sylke.bernet@jugendhaus.net / 0711 -23728221

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