Engagement zahlt sich aus
566 Schüler erarbeiten bei der Aktion Mitmachen Ehrensache 17.300 € für soziale Zwecke

Hier kommt der Film von STUGGI TV

Passend zum „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ jobbten 566 engagierte Mädchen und Jungen am 5. Dezember vergangenen Jahres bei 304 verschiedenen Arbeitgebern. Die Jugendlichen verzichteten auf ihren Lohn und spendeten diesen ausgewählten sozialen Projekten. 17.300 Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen, die im Rahmen der Mitmachen Ehrensache Danke-Aktion im Jugendhaus Mitte an die geförderten Projekte überreicht wurden. 7.650 Euro bekommt das Kindergästehaus der Caritas für die Tages- und Kurzzeitbetreuung für behinderte Kinder und Jugendliche. „Wir wollen, dass auch behinderte Kinder an Freizeitaktivitäten wie Schwimmbadbesuchen, Klettern und Ausflügen teilhaben können. Ein Teil des Geldes fließt in Aktivitäten mit den Familien, das entlastet die Eltern und fördert Gemeinschaft“ sagt Beate Harfmann, die Einrichtungsleiterin des Kindergästehauses in Bad Cannstatt.

Ebenfalls über 7.650 Euro freut sich der Verein TheSTEP e.V.. Das Geld wird für Skateboardkurse, Feriencamps und ermäßigte Mitgliedsgebühren für Stuttgarter Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien verwendet. Weitere 2.000 Euro kommen dem Jugendzentrum Rahovec im Kosovo zu Gute. Die ehemalige Mitmachen Ehrensache Botschafterin Nora Klingsporn absolviert dort ihr Freiwilliges Soziales Jahr und macht mit diesem Geld Freizeit- und Bildungsangebote mit Kindern und Jugendlichen.

„Ohne die vielen Arbeitgeber, die jedes Jahr den Jugendlichen Arbeitsplätze für einen Tag zur Verfügung stellen, würde die Aktion nicht funktionieren“ sagt Gabi Kircher von der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft, die die Aktion leitet. Egal ob kleine Betriebe oder große Unternehmen, die Bandbreite ist groß und reicht von Supermärkten, Kaufhäusern, Apotheken, Drogerien, Gärtnereien, Buchhandlungen, Bäckereien über Medienagenturen, Ingenieurbüros bis hin zu Arztpraxen und Kindergärten. „Viele Arbeitgeber sind seit Jahren verlässliche Partner von Mitmachen Ehrensache. Dazu gehören Unternehmen wie Breuninger, Börse Stuttgart, Daimler AG, Handwerkskammer Region Stuttgart, Wilhelma und die Firma Trumpf in Ditzingen. Allein bei der Daimler AG waren über 30 Jugendliche in verschiedenen Abteilungen beschäftigt, bei Trumpf sogar mehr als 50“ so Kircher. Aber auch die kleineren Arbeitgeber sind wichtig. So jobbte die 13 jährige Laura Struckmeier von der Jahn-Realschule in Bäckerei-Konditorei Sailer in Münster. Dort durfte sie beim Einpacken des Weihnachtsgebäcks mithelfen. „Bei Mitmachen Ehrensache kann ich anderen Kinder und Jugendlichen helfen, denen es nicht so gut geht. Und es ist auch interessant zu sehen, wie in einer Bäckerei und Konditorei gearbeitet wird. Ich finde die Aktion gut“ sagt Laura. Sie hat sich entschieden, Botschafterin für die Aktion Mitmachen Ehrensache zu werden und fleißig bei ihren Mitschülern für die Teilnahme am nächsten Aktionstag zu werben.

Spitzenreiter bei den Schulen ist dieses Jahr das Ferdinand-Porsche-Gymnasium in Zuffenhausen mit 44 teilnehmenden Schülern, gefolgt vom Königin-Katharina Stift mit 42 und dem Leibnizgymnasium mit 41 Teilnehmern.

„Seit Beginn im Jahr 2000 haben landesweit über 110.000 Jugendliche insgesamt 2 ¾ Millionen für viele verschiedene soziale Projekte verdient. Das Engagement zahlt sich für alle Beteiligten aus “ freut sich Sieghard Kelle, der Geschäftsführer der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft und Gründungsmitglied von Mitmachen Ehrensache.

Bei der Danke-Aktion im Jugendhaus Mitte erhielten die Botschafter Zertifikate, die ihr ehrenamtliches und soziales Engagement dokumentieren und für spätere Bewerbungen hilfreich sind.

Wer sich als jugendlicher Botschafter engagieren möchte, kann sich gerne an das Stuttgarter Aktionsbüro wenden. Im Herbst gibt es Botschaftertreffen, in denen die Schüler auf ihre Botschaftertätigkeit vorbereitet werden. Der diesjährige Mitmachen Ehrensache – Aktionstag findet am Dienstag, 5. Dezember statt.

Mehr Informationen www.mitmachen-ehrensache.de
und www.facebook.com/mitmachen.ehrensache